CDU gibt (Schein)Studie heraus: Viren heilbar
Eins vergaß die CDU in ihrer Darstellung von Heilbarkeit der Homogrippe: Gegen Viren gibt es keine Medikamente. So bleiben sie bestehen. Pech für die Partei. Gut für eine aufgeklärte und individualisierte Gesellschaft
- wie die unsere es zu(m) s(ch)ein vorgibt -
Ausgehend von diesem Kenntnisstand ist also zu beachten, dass schnellstmöglich Sicherheitsvorkehrungen gegen die Schweinegrippe getroffen werden sollten, denn hier wären sie wirklich angebracht, (liebe) Christ(demokraten).
Und wir alle sollten gegen die Ausbreitung der Epidemie, die durch das Virus CDU21 ausgelöst wurde, kämpfen. Besser noch heute. Als morgen.
Stillstand
Als ihm die Luft ausging und sein Atem dem Jaulen eines Hundes glich, warf er die Ruder von Bord, sank in sich zusammen und weinte.
Er war sich sicher gewesen, dass all seine Mühen vergeblich waren und ihm fortan jegliche Kräfte fehlen würden, um sich dem Kampfe noch einmal hinzugeben.
Das Wasser um ihn herum rauschte heftig, in Schwallen brach es am Ufer.
Er vergoss ein Tränenmeer, doch aus der Ferne konnten keine Laute vernommen werden, sie verschwammen im Rausche der See.
„Dem Ende doch so nahe“, dachte er, als er immer noch resigniert und in sich zusammengesackt im Boote saß, die Augen verschlossen, Körper und Arme in sich verschränkt, mit sich vereint. Jetzt, wo er aufgegeben hatte, konnte es einen schnellen Weg aus dieser Welt geben. Er versuchte mit besonderer Schwermut ein letztes Lüftlein in sich aufzunehmen, bevor er zu sinken gedachte.
Als er wenig später mit großer Angstrengung die Augen öffnete, fand er sich voll Schrecken am Strande im Boote sitzend wieder, neben ihm ein paar wenige Hölzer, die einst Teil eines Ruders gewesen sein mussten.
„Brech ich denn niemals mehr zu neuen Ufern auf?“, fragte er sich, bevor er die Augen erneut schloss…
Kleinste Kleinigkeitensammlung
Dem Grunde nach vermoost und verwest.
Indizien für ein zu hohes Arbeitsaufkommen an der Uni … Fortsetzung folgt
1. Sie sprechen ihre Kommilitonen mit der Unikennung an und fühlen sich nur angesprochen, wenn jemand Ihre Matrikelnummer ruft.
2. Sie organisieren Ihr Leben in Modulen. Jeder Termin, der keinem der Modulpunkte zugeordnet werden kann, findet in Ihrem Kalender keinen Platz.
3. An Wochenenden laufen Sie hysterisch durch Ihre Wohnung und versuchen verzweifelt einen Raum zu finden, der bis zur Decke voll mit Menschen sein könnte.
4. Sie „buchen“ Veranstaltungen bei Freunden und Familienmitgliedern, gehen aber nur hin, wenn Sie eine Zulassung erhalten haben.
5. Sie werden nervös, weil Sie noch keinen Veranstaltungskalender für die Semesterferien planen und Termine „vormerken“ konnten.
6. Sie Fragen Ihre Freunde, welche Bedingungen man erfüllen muss, um bei Ihnen einen Teilnahme- oder Leistungsnachweis zu erwerben. Diese kündigen Ihnen die Freundschaft, weil Sie glauben, Sie würden eine schriftliche Bestätigung der emotionalen Bindung zu Ihnen benötigen.
7. Sie verwechseln Unialltag mit wichtigen Persönlichkeitsmerkmalen. So haben Sie dienstags von 8-10h KEIN ADS, im Anschluss daran aber, von 10-12h, psychische Störungen aller Art. Es folgt ein Kaffee und einige Pillen.
8. Sie antworten auf Schlagworte Ihrer Freunde mit dem Satz: „Einfache Suche oder Suche im Gesamtkatalog?“ und warten auf einen Bestätigungsklick, um den Vorgang zu starten.
9. Sie werden vom Wachpersonal der Uni gebeten, die örtlichen Obdachloseneinrichtungen zu besuchen und die Parkbank vor der U-Bibliothek zu verlassen.
10. Sie kommen zu allen privaten Veranstaltungen 15Minuten zu spät, weil Sie glauben, das Treffen würde c.t. beginnen.
11. Sie bitten Ihre Freunde um Fristverlängerungen und Aufschub der Mahngebühren, weil Sie Ihre Versprechen nicht bis 23.59h einlösen konnten.
12. Hinter jedem Ihrer Sätze sagen Sie: vgl. Person x, Jahr 2009, Seite… und zitieren auch Ihre eigenen Sätze wissenschaftlich korrekt.
13. Sie beginnen Konversationen mit den Sätzen: „In diesem Treffen möchte ich der Frage nachgehen, welche Bedeutung unsere Beziehung im gesellschaftlichen Kontext des 21.Jahrhunderts haben könnte. Dabei möchte ich besonders auf die individuellen Identitätsentwicklungen beider beteiligten Personen eingehen und mich wissenschaftlicher Forschungs- und Analysemethoden bedienen.“
14. Sie schöpfen die 700€-Studiengebühren vollständig aus und lassen sich einen Lastwagen voll Bücher zu Ihrer Wohnung bringen.
15. Sie kochen Trennkost und servieren jede Beilage in einem gesonderten Schälchen. Dann bitten Sie ihre Freunde zur Kasse.
16. Ihre letzten Worte vor dem Tode sind: „Meine Frist ist wohl abgelaufen. Kann ich das…. demnächst noch einmal probieren oder neu beginnen?“ Dann fallen Sie um.
17. Ihre Freunde lassen sich die Todesurkunde vom Modulbeauftragen „Tod in Wirklichkeit und Fiktion“ ausstellen.