Einfach anders…


Automatisches Schreiben – Der schlechteste Text der Welt

Veröffentlicht in Vom Anfang zum Ende und (nicht) wieder zurück, aus dem Leben (gerissen) von ts386 am Februar 28, 2009

Ich poste eine kleine Seminar“arbeit“.

Aufgabenstellung: 10Minuten lang schreiben, ohne dabei den Stift abzusetzen. Egal worüber.Der Text gilt als Paradebeispiel für einen unprofessionellen und schlechten Text, den man produziert, wenn man unter Zeitdruck und mit klarer Aufforderung zu schreiben beginnt und später keine Korrekturmöglichkeiten mehr hat. Willkommen im Kindergarten, der Herr. Um da Ganze noch dramatischer erscheinen zu lassen, werde ich weder Zeichensetzungs-, noch Grammatik- oder Rechtschreibfehler „berichtigen“.

Die Welt hat diesen schlechten Text verdient, das bin ich ihr schuldig. Schmerzen in allen Gliedern erlaubt. Bitteschön.

Nasser Großer Schneehaufen. Meine Kleidung scheint durchnässt zu sein. Ich spüre es, überall. Ich muss gehen, sonst werde ich krank. Dabei habe ich mich doch hier hingesetzt, um mich meiner doch so wichtigen Aufgaben zu widmen. Aber dafür habe ich nun keinen Sinn mehr übrig. Schreib- und Lernblockade nennt man das, glaube ich.

Jetzt ist es auch egal. Eigentlich kann ich auch nun hier sitzen bleiben und abwarten was noch so kommt. Denn nass bin ich ja nun doch.

Ach, ich habe noch gar nicht erzählt, wie man sich das hier gerdade so vorzustellen hat. Ja richtig, ich sitze also gerade mit einem Schreibblock inmitten einer großen Schneedecke, neben mir nur ein verschneiter Baum und eine alte, vermoderte Holzhütte, sonst nichts, und versuche meine Gedanken und Ideen zu sortieren. Und wie man es sieht oder liest, es klappt ja hervorragend. Nämlich so gar nicht. Dabei habe ich doch in der Vergangenheit schon so vieles ausprobiert, lernen im Zug, im Auto, in der Sauna, im Kinosaal, auf der Toilette, in einer Bar an der Theke und sogar in der Vorratskammer meiner Großeltern, doch irgendwie halfen diese Orte alle nichts. Meine Gedanken waren wirr. Durcheinander. Unsortiert. Und blieben es auch.

Und genau gerade deshalb sitze ich heute, ohne Stuhl, ohne Jacke, in einem Haufen voller Schnee, friere, bin durchnässt, und hoffe auf den Geistesblitz.

Ich sagte noch gar nicht worüber ich eigentlich nachdenken und schreiben müsste, was gerade meine Pflichten sind. Es geht im Groben um Strategien zur Überwindung von Schreibblockaden. eigentlich ein spannendes Thema, aber es klappt einfach nicht. Kein Gedanke kann freigesetzt werden, kein einzelner. Kein Ort der Welt scheint es zu schaffen mein Lern- und Schreibverhalten, meine Gedanken positiv zu beeinflussen zu stimulieren. Auch der kalte Schnee nicht.

Ich bin also durchnässt, die Hosen, das Shirt, die Chucks. Diese Idylle, oder dieser grauenhafte Ort?Auch Er schafft es einfach nicht. Nichts geht gerade.

Nur diese Worte… Die gehen…. Hier im Schnee. In der Kälte… (Ende)

Eine Antwort schreiben