Ts386’s Weblog


Sooo viel passiert - “Ich will, dass einfach alles einmal anhält” - sein Leben aus der Sicht des Autors

Lieber Leser,

ich beschreibe ihnen am heutigen Tage, nein, besser gesagt in dieser heutigen Nachricht, einen Tag aus dem Leben eines Herrn, nein, besser gesagt eines jungen Mannes. Die Auswahl des Tages ist rein zufällig gewählt und wird im Folgenden als Beispieltag beschrieben. Dies soll aber nicht heißen, dass alle Tage gleich wären, Rituale kennt er nicht, denn die Struktur in seinem Leben, nein, besser gesagt im derzeitigen Lebensabschnit, ist ihm seit langem abhanden gekommen. Auf den Namen wird aus Sicherheitsgründen und aus der Angst des Betreffenden verzichtet.

Ich bin kein auktorialer oder personaler Erzähler. Vieles aus seinem Leben weiß ich nicht. Sie fragen sich bestimmt nun, warum ich ihn den Artikel, nein, besser gesagt diese Nachricht nicht selbst schreiben lasse? Die Antwort ist leicht: Er wollte nicht, er konnte nicht, er wusste nichts mehr und vor allem war ihm das alles zu viel. Ich wünsche ihm schon jetzt von dieser Stelle aus alles Gute und eine bessere Zukunft. Wenn sie Fragen, Anregungen oder Ideen haben, dann schreiben sie ihm doch, ich werde sie gerne für sie weiterleiten. Jedoch sollten sie vorher darüber aufgeklärt sein, dass ich eine Vorauswahl treffe und sowohl sexistsiche, faschistische und positivistische Nachrichten löschen werde.

Bevor es nun endlich los geht die wichtigsten Angaben:

1.Person: “er” - s.o.

2. Zeit: undefinierbare Zeiträume

3.Ort: Bett, Dusche, Wohnung, Festivalgelände, Niemandsland, Land der Träume usw. (Vom chronologischem halte ich noch der Protagonist etwas)

4. Situation: Ein Tag eines psychisch Erkrankten (bitte veraten sie ihm nicht, dass ich diese Formulierung verwendet habe sonst wird er mich wohlmöglich noch anzeigen)

Und nun viel Spaß beim Lesen,

Ihr Autor. (Wenn sie mehr über mich erfahren wollen, dann melden sie sich doch einfach, okay?)

“Der Wecker klingelt. Nein, es ist kein Wecker, es ist genauer gesagt ein Handy. Aus dem Lautsprecher, nein, dem Handy tönt das Lied der Helden “Für nichts garantieren.”(Anmerkung des Autors: er liebt Wir sind Helden. Die Texte, die Musik, der Wahnsinn. Schicken sie ihm doch mal nen nettes Lied oder üben sie eins ein. Es könnte ihm… Ach, lassen wir das.) 

Der Tag beginnt. Für Ihn beginnt der Tag. Denn eigentlich ist es schon nach 1 und die 5 unbeantworteten Anrufe auf seinem Handy kamen von Menschen, deren halber Tag schon längst vorbei ist (Anmerkung des Autors: Damit meint er Oma, Vater usw. Kennen sie das auch?)

Mühsam, und nur, weil die Sonne scheint und die Scheiß Vögel schon seit Stunden nicht mehr die Klappe, nein, den Schnabel halten, schleppt er sich aus dem Bett und tut das, was er immer zuerst macht bevor er ins Bad geht: Den PC, nein, besser gesagt, das Laptop an. (Anmerkung des Autors: Eigentlich ist er tierlieb, die Vögel stören ihn nur stark in seinen depressiven Phasen. er liebt seinen PC. Ja, auch wenn er von der Technik ansich keine Ahnung hat, genauso wenig von Fussball, Sport und… Ach, ich schreibe schon wieder dummes Zeug…… Aber das muss ich doch noch sagen: er ist kein richtiger Mann. Also, doch organisch… Ach, egal, lesen sie einfach weiter, okay?)

Im Bad angekommen lässt er das Licht zunächst aus. (Anmerkung des Autors: Er spart Strom, ja.) Durch die zwei kleinen Fenster seines Badezimmers kommt jedoch genügend Licht um seinem Spiegelbild nicht ganz entweichen zu können. Er sieht sich und…(Anmerkung des Autors: Ich verzichte hier auf die genaue Beschreibung der Konfrontation seines Ichs und dem Spiegel um ihre Lesegewohnheiten hier nicht zu gefährden - nein, auch Leserbriefe werden das Geheimnis nicht lüften können)

Er geht schnell zurück an den PC. Mittlerweile 2 weitere unbeantwortete Anrufe, er hört das Klingeln nicht, schließlich hat sein Tag noch nicht angefangen und er solle auch gut werden, also keine Gespräche, das Telefon auf lautlos, Gespräche mit Familienmitgliedern vermeiden. (Anmerkung des Autors: Er meint an dieser Stelle  des Tages immer noch, dass er einmal gut werden könnte. Info: Das denkt er jeden Tag und scheitert immer wieder kläglich, der Arme. Haben sie auch Mitleid? Dann lesen sie weiter)

Am PC, Musik an, Postfach, StudiVZ, der elektronische Weg der Kommunikation.(Anm. des Autors: Ich kürze diese Beschreibung gleich mal, okay? Ab jetzt Anm.d.A.Ist vielleicht einfacher. Also, was ich eigentlich sagen wollte: Ja, er ist Student und das eigentlich auch aus Leidenschaft und so. Lehrer will er mal werden, glaub ich.) Grandios übrigens, schließlich wäre er an dieser Stelle für Gespräche auch nicht zu haben. (Anm.d. A: Ich weiß, dass meine Anmerkungen nerven, aber die Situation ist sonst so ungenau, okay? Hoffe sie können das doch ertragen, wenn nicht, lesen sie doch einfach nicht weiter, okay? Also, was wollte ich jetzt anmerken???? Ah ja, er hasst vor allem Gespräche mit Eltern, mit Familienmitgliedern usw. Vor allem mit Menschen, die seine depressiven Phasen beschleunigen können. Sollten sie als Leser also Teil seines Lebens sein, so sollten sie sich spätestens hier mit der Frage auseinander setzen, ob auch sie seine Depressionen unterstützen.)

(Anm.d.A.:Ich komme immer noch nicht wirklich auf den Punkt, merke ich gerade beim Schreiben dieses Beispieltages. Es läuft fast jeden Tag so ab, die Smarties, die er morgens einnimmt(50mg) und abends im Rachen versenkt(75mg) hauen einen nämlich um, vor allem, wenn man das Körpergewicht eines 15 Jährigen hat…

(Anm. d. A.:Wieder verzettelt. Eigentlich wollte ich ja berichten, was den am Leben des Menschen an einem dieser Beispieltage alles zu viel war, nein, eigentlich waren es ja mehrere Tage.)

Duschen, Haare machen(Vielleicht sollte ich nicht immer Anm.d.A. dazu schreiben, ab jetzt nur noch kursiv.Was wollre ich? Haare, ja… Lagen an diesem Tag sehr scheiße, der Tag war also schon schlecht-), der ganze andere Rest im Bad, zwischendurch Kaffee, Cola, nein, Cola Zero um genau zu sein, Bonbons und Kaugummis, Emails beantworten usw. Er war also fertig und es war sage und schreibe halb 4. Wo die ganze Zeit geblieben ist, er weiß es einfach nicht,. Zusätzlich war im schlecht. Sehr schlecht. Magentropfen rein. Und aus dem Haus. Es ging auf ein Festival, nein, eher nen Parkchillout oder so. (Warum es dort chillig war, ich weiß es nicht, war ja nicht dabei und bin auch kein auktorialer Erzähler, wie ich am Anfang schon sagte.)

Aber: Was war denn nun zu viel:

1. Alkohol: Sekt(mag er eigentlich seit seiner Jugendzeit nicht mehr),Wein(WWW(warmerWeißWein),Sangria aus dem Tetra Pack(2l)

2.Zu heiß für ihn. Transpieration, Durchblutungsstörungen, Sonnenstich

3.zu viele Smarties(so nennt er seine geringe Dosis Antidressivum übrigens), zumindest in Verbindung mit Alkohol

4.zu viele Menschen, nein, besser gesagt zu viele hässliche und nervige und stinkende und besoffene, quatsch, war er ja auch, also letzteres nicht.

5.zu wenig Essen war dann auch zu viel… Er hatte nämlich HUNGER. (Ja, er hatte Hunger. Seine Menschen um ihn herum trauten ihren Ohren nicht.)

6.zu viel Nervosität und vor allem das Übliche: Zu viele Gedanken. Klinik,Freunde, Probleme, Familie, Wohnung und vieles weitere… Klinik, Freunde, Familie, Probleme, Wohnung…Klinik, Familie, Probleme, Wohnung…Klinik, Probleme, Familie, Freunde… ach, was erzähl ich da, kann ja gar nicht in ihn hinein gucken… (er scheint es selbst aber auch kaum zu können.)

7.zu viel Bewegung

8. zu wenig Schlaf…

Das musste reichen.

So, abends besoffen, gedopt, müde, abgeschlagen, depressiv und völlig im Arsch, kam er zu Hause an und pennt.

Versuchte es zumindest, es gelang nicht, genauso wenig wie den Tag gestalten, früh aufstehen, allein sein, Konflikte vermeiden, egoistisch sein, Optimistisch denken… USW. Mehr weiß er auch grad nicht. Da ist bestimmt noch mehr, aber das alles ist ihm einfach sooo viel.

In den nächsten Tagen lief es natürlich so ab wie die Tage davor, außer dass noch die Komponente dazu kam: Sehr geehrter Herr_________________. “Leider konnte ich ihnen noch keinen Therapieplatz zuteilen. Sie stehen jetzt aber oben auf der Liste und es kann bald klappen.” (Ja, er plant einen Klinikaufenthalt, lieber Leser. Oh, sie halten das Lesen ja immer noch aus?)

Wann ist bald? Was klappt dann? Wie wird die Phase bis da? Hält er es durch?

Er weiß es nicht. Es ist einfach zu viel. Es überfordert ihn. Er ist kraftlos. …

Er will, dass einfach alles einmal anhält…

Ende

Lieber Leser,

sie haben tapfer durchgehalten, sind vielleicht, so wie ich auch, in Tränen ausgebrochen, konnten mitfühlen und mittrauern. Aber sie haben das große Glück: Sie kennen ihn nicht. Ich muss aber zugeben: Ich auch nicht. Ich kann nur vor seinen Kopf gucken nicht in seinen, bin ja kein …. Hab ich ja schon mehrmals gesagt, auktorialer Erzähler.

Ich habe großes Mitgefühl: Vieles in seinem Leben hält an, das muss ich als Verfasser dieses Artikels einfach mal zugeben. Er will aber weiterkämpfen, dies hat er mir versprochen, und versuchen, die Phase bis zum “BALD” einigermaßen zu überstehen.

Auch ich konnte ihm in Gesprächen, nein, besser psychogesprächen, keine Ratschläge geben, ihm die Angst nehmen oder seine Tage strukturieren, ich konnte nur zuhören und für ihn da sein.

Lieber Leser, drücken sie ihm die Daumen und sagen sie, dass diese Phase des Karusselldrehens bald aufhört.

er hat es einfach verdient, versuchen sie mir zu glauben.

Ich würde ihm so wünschen, dass diese negative Phase nun endet und alles einmal anhält. Und dann endlich ein neuer Weg eingeschlagen werden kann.

In diesem Sinne. Auf baldige Besserung der Lage.

Ihr Autor 

PS: Darf ich überhaupt noch was sagen? Hab ja eigentlich schon zu viel…, na ja, egal. Was ich noch sagen wollte: Bei Fragen, Anregungen usw. stehe ich ihnen als Autor jeder Zeit zur Verfügung


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