Ts386’s Weblog


Der Fragenteufel

Ich wusste wirklich nicht, dass es auf der Welt so viele Fragen gibt. Und vor allem wusste ich nicht, dass auch ich vom Fragenteufel befallen werden kann. Das Problem an der Sache: Auf die Fragen des Fragenteufels gibt es grundsätzlich keine schnellen Antworten.

Man wird morgens wach und plötzlich spürt man, wie sich der Teufel im Körper ausbreitet. Wie ein unerwarteter Grippeinfekt verbreitet er sich zunächst im Gehirn und löst von dort aus Reaktionen im ganzen Körper aus. Schlussfolgernd entsteht durch ihn eine körperliche Schwäche, die sich nicht selten auch als Lähmung äußert.

Mich hat er vor 2 Tagen befallen. Mitten im Gespräch mit einem mir nahe stehenden Menschen. Jetzt ist er da. Und ich weiß: So schnell wie eine Grippe verlässt er mich nicht wieder.

Als erste Aufgabe hat er mich zunächst mit einer der komplexesten Frage konfrontiert: Nach dem “Ich”. Die Indentitätsfrage. Wann, wie, wo sie geklärt werden kann weiß ich nicht.

“Wer bist du, was möchtest du, was kannst du, wo sind deine Schwächen, wo willst du hin, was wünscht du dir usw.?” Die kleine Aufgabe verbirgt unendlich viele kleine Fragen.

Der Fragenteufel ist so klein, dass er noch nicht einmal durch das Elektronenmikroskop zu sehen ist… Aber er hat unendliche Ausmaße.

Zweite Aufgabe: Umgang mit der Familie

Dritte Aufgabe: Wie soll es weiter gehen?

Aber die wichtigste Frage meinerseits wurde vom Fragenteufel ausgespart. Wann nun hab ich endlich die Chance zur Veränderung?

Ich kann nicht mehr. Bin nun gelähmt.

Ob der Fragenteufel auch positive Eigenschaften hat? Ich weiß es nicht. Habe ja jetzt genug Zeit mich mit ihm bekannt zu machen und mehr über ihn zu erfahren. Aber dies wird er nicht zulassen, schließlich soll ich mehr über mich erfahren. Ob der Fragenteufel dabei hilft?

Man wird sehen.

Angst.

Gute Nacht.


1 Kommentar bis jetzt
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Kenne das, wenn die Gedanken im Kopf schön Karrussel fahren und du kannst nicht aussteigen….
Versuch mal, ganz laut “Stop!” zu sagen und dann ganz bewusst was anderes zu machen. Hausarbeit. Lernen. Arbeiten. Irgendwas. Konzentrier dich darauf.

Nichts Stupides machen, sonst fängt’s im HInterkopf wieder an zu ticken…. Meinetwegen lesen oder Griddles lösen oder Origamisachen falten Durch die Routine denkt man dann eine Zeit lang nicht mehr.

Kommentar von Julia Mai 13, 2008 @ 9:03 Uhr nachmittags



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