Einfach anders…


„Was, seit Juni keinen Text mehr gepostet? Unglaublich, Schlampe“

Veröffentlicht in aus dem Leben (gerissen) von ts386 am November 4, 2009

Sorry, sorry, sorry…

Noch ungefähr eine Woche…
Dann beginne ich mal wieder zu leben.
Und zum Leben gehört Schreiben.
Auch wenn ich in schlechten Lebensphasen besser schreibe, so schreibe ich doch auch gern in besseren Lebensphasen schlecht.
Und da ich mich im Moment in mittelmäßigen Lebensphasen befinde, werde ich bald hier wieder semimäßig schreiben.
Ein 9-11 seitiger Text wartet auf seine Korrektur.
Damit soll es dann irgendwann hier…

Ach was schreibe ich, ist doch eh egal.

Mittelmäßig gelaunt
grüßt ein Student, der mehr studiert als lebt, folglich schlecht studiert und noch schlechter lebt.
Und weil das Studieren mich leblos macht, obwohl das Studieren das Leben nach dem Studium lebenswert machen soll, studiere ich halt derzeit nur um zu studieren und natürlich, um das Leben leblos zu machen.

Verzweiflungstat

Veröffentlicht in aus dem Leben (gerissen) von ts386 am September 23, 2009

Aus Verzweiflung am verzweifelten Dasein meiner verzweifelten Wenigkeit schreibe ich nun kurz diese verzweifelten Worte. Was ist das bitte da draußen gerade? Was umgibt mich da? Ich weiß es nicht mehr. Verzweifelte Suche nach einem Ort ohne Arbeit. Mein Leben ist und bleibt ein Tagesintegrationswerk. Kein Wunder, dass ich am Rande der Verzweiflung stehe und kurz über eine Verzweiflungstat wie diese verzweifelten Worte nachdachte, ich sie jetzt auch noch verzweifelt ausführe.
Mir fällt bei der Beschreibung meiner derzeitigen Situation nur der Begriff „Tsunami“ ein. Auf dem Meere kaum bemerkt, an Land unberechenbar. Das Meer ist mein Körper, das Land mein Leben. „Arbeitstsunami“ trifft es.

Verzweifelt versuche ich die Trümmer jener Naturgewalt zu beseitigen.

„Ich komme aber wieder, keine Frage…“ Wenn der Haufen hier mal beseitigt ist.

Es grüßt…
Der Verzweifelte.

In diesem Sinne,
auf bald!

Veröffentlicht in aus dem Leben (gerissen) von ts386 am August 29, 2009

Lasst mich eben kurz Examen machen…
Dann kehre ich zurück…
Versprochen…

. . .

Veröffentlicht in aus dem Leben (gerissen) von ts386 am August 2, 2009

Einfach nur Hilfe…

Time out…
Wo ist das Stoppschild?
Wo der Ausknopf?

Hiiiiiiiiiiiiiillllllllllllllfeeeeeeeeeeeeee

Überflüssiges Gedankengut…

Veröffentlicht in Vom Anfang zum Ende und (nicht) wieder zurück, aus dem Leben (gerissen) von ts386 am Juni 21, 2009

„Bist du glücklich“, fragt seine Mutter, als er gerade seine Schneidezähne im Honigbutterbrot versenkt. Wie klebrig, denkt er sich. Fast schon zu süß, denkt er weiter, bevor sich ein abgebröckeltes Krümelchen dickköpfig und egoistisch die Luftröhre hinunter schlängelt.

Kräftiges Husten. Was sie dann sagt, als er sich „einzuhusten“ beginnt, weiß er nicht. Er versucht zu denken. Erwartet sie jetzt tatsächlich, hust-hust, das Husten unterbindet auch das Denken zeitweilig, dass er auf diese Frage zu antworten gedenkt?

Sie starrt ihn an. „Geht´s, mein Junge?“, hört er sie aus ihrem mit Leberwurst gefüllten Mund sagen.

Jetzt starrt er sie an. Hust-Hust.

„Warum sprichst du nicht, mein Junge? Bekommt dir das Honigvollkornbrot denn nicht?“

„Doch, ausgezeichnet, hust-hust, wirklich, Ma-Ma.“

„Dann sag schon, was ist los mit dir? Deine liebe Ma-Ma möchte doch nur wissen, ob mein Schnäuzelchen glücklich ist und das Essen ihm bekommt. Den Honig, den habe ich extra…“

Er beißt erneut in sein Honigbutterbrot. Ma-Ma hatte es reichlich bestrichen. Links und rechts, entlang seiner Mundwinkel, laufen zähe Honigstreifen herunter.

„Mein Junge. Ich bin so stolz auf dich. Du bist so großartig geworden. Komm her, mein Kind. Süß, du hast das was am Mündchen. Mein Sohn, bist du glücklich?“

„Mum, wie viel Honig willst du mir eigentlich noch ums Maul schmieren? Es ist klebrig. Zu klebrig.“

„Aber nicht doch, mein Kind. Wenn du das Brot nicht mehr magst, leg es doch einfach ab.“

Mit einem heftigen Schlag versenkt er das honigbeschmierte Brot auf dem Teller vor sich und verspürt plötzlich einen salzigen und zugleich eisenhaltigen Geschmack im hintersten Mundwinkel, gerade jetzt, wo Ma-Ma noch einmal kräftig in ihr, nun mit Marmelade bestrichenes Vollkornbrot beißt und undeutlich die Frage wiederholt: „Bist du… kau-kau… glücklisch?“

Er stößt ein letztes und befreiendes Hüsteln aus, bevor er vom Stuhle kippt und ihr das Butterbrot mit der Marmeladenseite zum Boden gerichtet aus der Hand gleitet.

Da liegen sie. Das Marmeladenbrot. Und er. Rot gefärbt sind sie.

Die Katze springt erschrocken vom Tische hinunter auf den Boden und landet gekonnt und sicher auf den vier Pfoten.

Schluss! Jetzt!

ZEIT(EN)

Veröffentlicht in Vom Anfang zum Ende und (nicht) wieder zurück, aus dem Leben (gerissen) von ts386 am Juni 21, 2009

Der Verfasser übernimmt für die folgende Darstellung die volle Verantwortung und weist ausdrücklich auf die Fehlbarkeit des Menschen in unserer Zeit hin! Sehen Sie von Korrekturvorschlägen ab. Vielleicht kennt er die richtigen Formulierungen und will nur…

Temporär, also zeitweilig, gibt es Unterschiede. Kleine Nuancen. Minimale Veränderungen. Das weiß auch die deutsche Sprache. Die linguistische Forschung. Unser Grammatikregelwerk.
Es gibt also eine Vergangenheit, eine vollendete Vergangenheit und eine Vor- (der vollendeten) Vergangenheit. Die Termini dieser Tempora, also die Fachausdrücke dieser Zeiten, heißen Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt.
Mit Hilfe dieser Formen sollen wir unser Erlebtes schildern können.
Wollen wir es doch mal versuchen.
Reisen wir also erst einmal zurück in die Vergangenheit.
Hingesetzt, Motor gestartet, abgehoben…, gelandet.

Oh, schön, dass Sie mitgereist sind. Ach ne. Vergangenheit. Ähm, schön, dass Sie mitreisten. Aber irgendwie doch auch nicht, oder? Sind Sie denn nicht gerade mit mir hier, in der Vergangenheit? Und deshalb in der Gegenwart? Also in der gegenwärtigen Vergangenheit? Ach, wie auch immer. Sie sind da.
So. Jetzt sollten wir uns ein Thema aussuchen, mit dem wir uns hier, also in der Vergangenheit, beschäftigen wollen.
Sagen wir „Verfall“. Ja, das ist immer gut. Ein Verfall muss ja auch immer irgendwo begonnen haben, wo also könnte man besser nach dem Ursprung suchen, als in der Vergangenheit, klingt logisch, oder?
Nehmen wir also den „Verfall“.
Versuchen wir mal zu skizzieren.

Nachdem ich zu viel gearbeitet hatte,
(1.Pers.Sing., Plusquamperfekt von arbeiten, Aktiv)
bin ich eines unbestimmten Tages zusammengebrochen.
(1.Pers.Sing., Perfekt von zusammenbrechen, Aktiv)
Kurze Zeit später hielt ich mich für eine länge Zeit in einem Sanatorium auf.
(1.Pers.Sing., Präteritum von aufhalten, Aktiv)
Seither lebe ich zurückgezogen und verängstigt mein verrücktes Dasein.
(1.Pers.Sing, Präsens von leben, Aktiv).

Ja, jetzt wissen Sie also alles über meine Vergangenheit, vollendete Vergangenheit und Vorvergangenheit. Dank der deutschen Sprache. Oder etwa nicht?
Lassen sich denn all unsere Erlebnisse, Erinnerungen, Taten und gelebten Gefühle wirklich verbalisieren? Einfach kategorisieren, hierarchisieren?
Was bietet Sprache? Was kann sie nicht leisten? Versuchen wir es mal mit einem anderen Beispiel, weil es so schön ist.
Sagen wir: „Gefühle

Als ich mich in ihn verliebt und alle Schuldgefühle auf mich genommen hatte,
(1.Pers.Sing., Plusquamperfekt von verlieben/nehmen, Aktiv)
habe ich mich verdammt dreckig gefühlt
(1.Pers.Sing., Perfekt von fühlen, Aktiv)
und funktionierte fortan wie eine Maschine.
(1.Pers.Sing., Präteritum von funktionieren, Aktiv)

Mir kommt gerade die Galle hoch. Soll das wirklich alles sein? Soll ich mithilfe dieser Tempora all mein Inneres verbalisieren können? Da muss doch noch mehr drin sein. In mir. Und unserer Grammatik.
Ich gebe zu, ja, da ist noch dieses Passiv, aber was hilft mir das? Ich mein, mit mir wurde oder wird ja dann etwas gemacht. Und ich? Wo bin dann ich?
Zum Ausdruck unseres Erlebens hilft also nur das Aktiv. Ja. Sag ich mal so. Als Laie.
Das hieße also: Drei Zeiten für die Zeit, in der wir uns gerade befinden! Mehr nicht?
Die deutsche Sprache sperrt uns in ein Gefängnis, in ein Regelwerk aus Normen. Wie das gesellschaftliche Leben uns Menschen, finden Sie nicht auch?
Wer weiß denn, ob die oben benannten Sätze grammatikalisch korrekt verfasst sind?
KEINER!
Und wer weiß, ob diese Sätze das widerspiegeln, was sie zu spiegeln vorgeben?
KEINER!
Das Vergangene bleibt das Vergangene, das Verborgene das Verborgene, das Gefühlte das Gefühlte und das Erlebte das Erlebte.
Und die Vergangenheit bleibt nur eine Zeit. Für uns. Nicht für die Grammatik.
Die Hoffnung eine Hoffnung.
Auf eine bessere, oder andere, Vergangenheit. In der Zukunft.
Reisen Sie mit mir zurück. In die Gegenwart. Denn wir können nur sie beeinflussen!
Und hier sei nur noch am Rande bemerkt: Für diese Phase gibt es in der deutschen Grammatik nur einen Tempus. Viel zu wenig für eine Zeit, in der wir den größten Handlungsspielraum erleben können oder dürfen. Ich rufe auf: Zu einem neuen Aufbruch. Einer neuen Zeit.
Für uns. Für unsere Gegenwart. Und eine bessere Vergangenheit. In der Zukunft.
Hingesetzt, Motor gestartet, abgehoben…, gelandet.
Willkommen: In der Zeit.

(PS: Vielleicht eine naive Betrachtung, die der Komplexität der deutschen Grammatik nicht gerecht wird. Denken wir an weitere, wichtige Gegenstände unseres Regelwerks: Numerus, Kasus, Modus etc. Aber warum denn nicht mal zuspitzen? Auf das Wesentliche! Und ich glaube dieser Text zeigt, dass genau dieses Ziel verfehlt wird. In der Grammatik. Und in uns.)

Magazin „Vorurteilsfrei“: Ratgeber Kommunikation – Die fünf sichersten Wege für unbeschwerte Gespräche! Nur in Ihrem Magazin des Vertrauens!

Veröffentlicht in Vom Anfang zum Ende und (nicht) wieder zurück, aus dem Leben (gerissen) von ts386 am Juni 6, 2009

Sie wollen endlich mal wieder ein Wort mit ihrem langjährigen Ehemann sprechen? Ein Wort aus dem Munde ihres Liebhabers hören? Nicht nur Onomatopoetika? Oder ihrem Chef die Meinung sagen?
Dann passen Sie auf. Hier die fünf wichtigsten Kommunikationsregeln für ein sorgenfreies Leben!

Weg eins: Unterlassen Sie endlich all Ihre Selbstgespräche. Schließlich denken die Menschen im Nebenraum immer, Sie würden gerade anderweitig beschäftigt sein.

Weg zwei: Lernen Sie eine angemessene Aussprache. Ihr Logopäde kann Ihnen dabei helfen. Mehr dazu im Konkurrenzblatt (siehe Apothekenumschau)!

Weg drei: Atmen Sie während des Redens, das schafft Pausen und man kann Ihnen unbeschwert zuhören, ohne sich gleich zu sorgen, in naher Zukunft einen Reanimationsversuch wegen Sauerstoffmangels beginnen zu müssen. Es gibt bessere Annäherungsversuche, das weiß auch der Empfänger!

Weg vier: Gehen Sie zum Volkshochschulkurs „Grammatik für Zurückgebliebene“. Ein Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt schafft Zuhörer. Sie beeindrucken andere durch eine gewisse Art der Wortgewandtheit. Glauben Sie mich. Kann helfen tun.

Weg fünf: Versuchen Sie adressatenorientiert zu sprechen und zu schreiben. Kapiert jeder, verstehn se? Machen Sie dat so wie wir in diesem Heftchen. Und schon gewinnen Sie Millionen Menschen. Jeder kauft Ihnen das ab. SEIEN SIE GEWISS.

In der nächsten Ausgabe lesen Sie: Fünf sichere Wege für…
ÜBERRASCHUNG. Wird nicht verraten!!!

Scheitern

Veröffentlicht in Vom Anfang zum Ende und (nicht) wieder zurück, aus dem Leben (gerissen) von ts386 am Juni 5, 2009

„Geschichten sind wie das Leben.
Eine Konstruktion.
Und deshalb scheitern sie alle.
Die Geschichten.
An ihrem Ende.
Und sonst wo.
Deshalb scheitern sie.
Die Menschen in den Geschichten.
Und deshalb scheitern sie.
Die Menschen.
Im Leben.“

Sagte der Schriftsteller.
Bevor sich sein Stift das Leben nahm.
Und sich das Papier in Luft auflöste.

Kleinste Kleinigkeitensammlung

Veröffentlicht in Vom Anfang zum Ende und (nicht) wieder zurück, aus dem Leben (gerissen) von ts386 am Juni 5, 2009

Die echten Meisterwerke…

Drei an der Zahl…

Sind seit Monaten im Archiv…

Deshalb…

So ein Quatsch…

Und so…

Blind Date Vol. III

Wie immer: 40 Minuten, 2 Personen, a 15 Begriffe, die in einen Dialog integriert werden müssen. Sonst nichts…
Quantität vor Qualität…
Aber es macht einfach Spaß…

Begriffe:

Person A:
Beautycaseflavour
Taschentuchabonnement
Tine-Wittler-Sporthochschulabsolventin
Indogermanische Volkstänzerin
Tablettenselbstzerteilungsmaschine
ADS bei Hunden
Benjamin-Blocksberg-Sammeledition
Schreibblockaden
Essrevolution
Bestuhlungsfachtechniker
Uniformfetischist
Wolldeckenstricker
Erbsenzählende Kuschelmaus
Flyersonderversteigerung
Egoistische Identitätsbombe

Person B:
Salzstreuer
Liebesnest
Spargelcremesuppe
Radioaktiv
Kaufsucht
Elektronegativität
Süße 17
Black Jack
Sympathie
Pokerface
Letzte Runde
Riesenrad
Schmerzensschrei
Alkoholrausch
Kontrollwahn

START

Hallo hübsche Frau…
Ich dachte mir, ich sprech sie hier einfach mal an…
Sie sind doch auch hier bei dem Bauch-Oberschenkel-Po- Kurs, oder?
Wissen Sie, Sie sehen so aus wie eine Tine-Wittler-Sporthochschulabsolventin und da dachte ich mir…
Naja, wissen Sie, es ist halt nicht so einfach als „Adipöser“ jemanden kennen zu lernen, deshalb bin ich ja überhaupt in dem Kurs hier…
Also ich dachte so…
Blind Date per Sportkurs…
Haben Sie eigentlich auch diesen „Beautycase Flavour“???
Soll ja momentan richtig im Trend sein…
Oh… nicht falsch verstehen…
Ich will Sie wirklich nur kennen lernen…
Sie sehen toll aus in ihren engen pinken Leggins und dem giftgrünen Tank-Top…
Sind Sie eigentlich wirklich Madonna-Fan oder ist das nur ihr „Sport-Shirt“?
Ich bin übrigens der Roman und diese Stretching-Übungen sind ja wirklich das Allerletzte.
Ich hätte mich doch für den Yoga Kurs anmelden sollen, aber dann hätte ich Sie ja nicht getroffen…

Hallo.
Ja hi. Also, dass ich so etwas noch erleben darf…
Hätte ich ja nicht gedacht. Seit Jahren warte ich darauf, endlich mal von einem richtigen Mann angesprochen zu werden. Einer der weiß was Frauen wollen. Sie machen mir direkt Komplimente, und das, obwohl ich doch keine süße 17 mehr bin und am heutigen Tage, wissen Sie, ich las diese Anzeige für diesen Kurs in der Zeitung und ich dachte mir, so kurz vor der Fettabsaug-OP könnte, also so ein Sportkurs, sicher gut tun, also an so einem Tag, entschuldigen Sie, ich bin grad etwas durcheinander, weil Sie direkt so eine radioaktive Strahlung auf mich…
Also, verstehen Sie mich nicht falsch, also. Ich bin auf jeden Fall spontan hier. So ganz und gar. Und nun spielen Sie mir direkt den Romeo…
Roman, süß…
Der Romeo des 21.Jh., soll das hier direkt ein Liebesnest für uns sein, entschuldigen Sie übrigens, riechen Sie das aus meinem Mund, hatte gestern, also, weil ich ja nicht wusste, dass ich noch Sport vor Beginn der OP mache, also auf Menschen treffe, noch einen großen Alkoholrausch.
Roman, ja, mein „pinker Beautycase“ mit diesem „Flavour Lilli“, „fein für die Frau“ steht im Spint, meine Jacke musste ich an die Garderobe hängen, schließlich sind Spinde nicht für XXL-Kleidung konzipiert. Oh, wir scheinen den Anfang zu verpassen. Cool, sie fängt mit Madonna an, aber eigentlich mag ich lieber, oh, ich glaube wir müssen ruhig sein. Die Leggins gab es übrigens, oh ich muss schreien, laute Musik, bei „Mollig und Chic“.
Bohhhh, jetzt soll ich die Beine bewegen, Hilfe, ich kann jetzt schon nicht mehr…Ich bin übrigens Carla, und habe eine Kaufsucht…. Falls Sie das jetzt interessiert… Und besonders bei Lebensmitteln werde ich schwach…
Hören sie mich noch?

Meine Güte…Carla… bezaubernd…
Sie bewegen sich so grazil wie eine Indogermanische Volkstänzerin…
Wissen sie, ich war schon so verzweifelt, weil ich nie Jemanden traf oder geschweige denn kennengelernte, dass ich mir mittlerweile schon ein Taschentuchabonnement zugelegt habe, weil ich den ganzen Tag über in meinem Selbstmitleid badete.
Wissen Sie, ich habe das schon früh erkannt, ich bin einfach anders…
Und dabei meine ich nicht mein Übergewicht, also, dass natürlich auch…
Aber ich bin halt so ein Zwischending….
Nicht Kind, nicht Mann.
Verstehen sie!
Ich habe einen Fetisch…Ich bin Uniformfetischist…sehr männlich also und gleichzeitig sammle ich…
Ich besitze die komplette Benjamin-Blocksberg-Sammeledition… Eher kindlich…
Ach Carla…Können Sie mich verstehen?
Ich wünschte es mir so sehr…
Ach was, Fettabsaugung…
Das brauchen Sie nicht…Sie sehen fantastisch aus…
Meine Güte, dass ist aber auch anstrengend hier…
Sit-ups waren noch nie meine Stärke…
Ich sage immer, lieber Waschbärbauch statt Waschbrettbauch…Was meinen Sie???

Puh, dass Sie so sprechen können, während Sie…
Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.
Das tut so weh. Diese Spagatübungen habe ich schon immer…
Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.
Aua, entschuldigen Sie, ich sende oft Schmerzensschreie aus, wenn ich nicht. Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.
Oh mein Gott, Roman. Was tun wir uns hier an?
Dann doch lieber fettabsaugen.
Haben Sie Lust kurz mit mir zu pausieren?
Wissen Sie, in meinem Beautycase habe ich nämlich Essensvorräte. Ich habe mir ein… Ahhhhhhhhhhhhhhhh.
Jetzt sollen wir uns an die Hände fassen und tanzen, wollen sie mir ihre Hand geben, ja, wie bei einem Volkstanz, da haben Sie recht, schöne Hand haben Sie, was hat die Dame da vorne jetzt gesagt, haben sie das…?
Ahhhhhhhhhhh.
Wieder so ein Schmerzensschrei. Und Sie, Roman, Sie setzen ein Pokerface auf, lassen sich nichts anmerken, nichts von dem…. Wie schaffen sie das?
Weiche Hände haben Sie. So schön. Wollen Sie gleich auch etwas von den Light-Chips? Für Sie hätte ich auch noch die Normalen. Wissen Sie, Sie brauchen solche Fettreduzierten doch gar nicht. Sie haben meine Sympathien auch schon so….
Ahhhhhhh.
Gott sei Dank ist diese Übung nun vorbei, jetzt läuft auch bessere Musik. Aber was ist das?
„Oh da ist ja Bibi, die fliegt auf einem Besen“. Oh nein…
Jetzt lässt sie uns zu Bibi tanzen… Die spinnt doch…
Wissen Sie, manchmal denke ich auch ich bestehe nur aus Luft und ich werde platzen, wenn man eine Nadel hineinsticht, und dann fliege ich. Scheiße habe ich Hunger. Es gab heute nur eine Spargelcremesuppe… Hat mir mein Arzt geraten.
Wie lange geht das hier noch? Wollen sie mich später zu McDonalds begleiten? Was man hier abtrainiert hat, kann man ja auch wieder…
Ihr Waschbärbauch, ein Gedicht. Wissen Sie, die inneren Werte zählen doch, oder nicht? Ich habe mittlerweile so ein Körper-Kontrollwahn…
Ahhhhh.
Jetzt müssen wir Seilspringen. Was wohl die Gruppe unter uns dazu sagen würde?
Puh, ich kriege keine Luft…
Darf ich Ihnen trotzdem eine Frage stellen? Sind sie schon ein Leben lang Single? Also, ich möchte ja kein Salz in die Wunde streuen, auch wenn ich, wollen sie gleich ein gekochtes Ei, habe einen Salzstreuer dabei? Mist, dass ich immer nur ans Essen denken kann…
Weiter im Text: Also, wie sieht es aus? Heute McDonalds, nächste Woche wieder hier und dann Jahre gemeinsam?
Ahh.
Mist, im Seil verfangen. Drehen sie es doch bitte etwas langsamer. Ich kann nicht so….
Übrigens, netter Fetisch. War doch Fetisch, oder habe ich es akustisch falsch verstanden? Nichts dagegen. Meinetwegen…
Roman, Sie sind wie ein Ü-Ei. Spiel, Spaß und Spannung, all das kann man mit Ihnen haben…
Und diese Formähnlichkeit. Lach…

Also Carla, wirklich…
Sie wissen doch… Männer sind nicht multifunktionsfähig…
Ich konnte ihnen leider nicht ganz folgen…
Dass mit dem Essen…Also so weit bin ich geklommen…
Ich würde einfach sagen, wir starten eine Revolution… Wir beide…
Vielleicht auch eine Essensrevolution…
Also los…
Schmeißen wir diesen blöden Kurs und auf zu McDonalds…Ich liebe Fast Food…
Obwohl…Die Liegestützen sollten wir wohl noch mitnehmen…
Noch 10 Carla…
Noch 9
Was machen sie eigentlich beruflich? Also ich bin Bestuhlungsfachtechniker…
Schon seit langweiligen 17 Jahren…
Tag ein Tag aus…
Ach und falls wir uns dazu entscheiden sollten später noch zu mir zu gehen… Also nur so vorsichtshalber halt…Ich will sie da zu nichts überreden aber es wäre ja schon schön so…
Also mit dir…so mit uns….Ach…
Ich bin halt auch nur ein Mann…
Also nur damit sie Bescheid wissen, ich habe 2 Hunde und die sind krank.
Nennt sich ADS bei Hunden und leider ist meine Tablettenzerstückelungsmaschine kaputt und deswegen sind die so aufgedreht…
Nur so…also wenn das für dich ein Problem ist… Du Angst hast… Dann kommen die in den Zwinger…
Ach ich rede schon wieder zu viel…
Noch 6
Noch 5
Ich bin aber gar nicht so glücklich. Auch beruflich mein ich… Sollte mich umschulen lassen…Vielleicht sollte ich Wolldeckenstricker werden…
Was meinst du???
Ach Carla…Also McDonalds sagst du???

Nee, nichts gegen Hunde…
Aber ich möchte lieber mit Ihnen spielen…
Black Jack im Darkroom, machen sie mit mir was sie wollen.
Noch 4
Noch 3…
Ah.
Hilfe, ich kann nicht mehr. Ob die Olle das da vorne merkt? Also, was ich sagen wollte. Sie ziehen mich an. Irgendwie… So.
Komische Anziehungskraft halt.
Haben Sie schon mal etwas von der Elektronegativität gehört?
Ich hab da von Mathe nicht so viel Ahnung, oder war das Physik, na ja, egal. aber wenn Sie, ach Sie duzten mich ja bereits, also du, wenn du Bestuhlungsdings bist, dann musst du ja die Abstände zwischen unseren Stühlen genau…. ausrechnen können, oder nicht?
Noch 2
Noch 1
A.
Bitte geben Sie mir zwei Stühle, du, quatsch, also, ich fühle mich sonst so beengt. Im Riesenrad nehme ich auch immer eine Gondel für mich allein. Aber wenn du mit mir fahren würdest?
Aber ich glaube, das geht nicht, gemeinsam sind wir zu schwer. Aber pfundig macht rundig.
Dick ist gesellig und das neue dünn, sag ich immer.
Also, wann ist das hier vorbei?
Letzte Runde. Wie auf der Kirmes halt…
Pfundig rundig geht’s dann zu McDonalds… Und danach gern zu DIR. Wirklich. Roman, ich liebe dich.
Oh, letzte Übung. Was wird es wohl sein? Welchen Spint hast du?
Treffen wir uns nach dem Duschen draußen? Und dann nie wieder hier hin. Was soll ich jetzt mit dem Fettabsaugen machen? Also…

Also…zu dem Fettabsaugen nur noch das hier….NEIN!
Ich liebe dich so wie du bist….also auf zu MCs….Bist du etwa auch so eine egoistische Identitätsbombe und weißt zwar, dass du die Fettabsaugung absolut nicht nötig hast, willst aber von mir trotzdem hören, dass ich dich schön finde so wie du bist?
Also gut…du bist wunderschön…
Und nun lassen wir die ganzen Abnehmwütigen und erbsenzählenden Knochenmäuse (falsche Begriffsverwendung) mal hinter uns und verschwinden von diesem stinkenden, schwitzenden, ekligen Ort und los unter die Dusche…
Wir sehen uns dann gleich…

Im Off von Roman:
„Meine Güte, dieser Fatsuit ist aber auch unbequem…
Erst mal raus aus den 120 Kilo und wieder rein in die 70 Kilo Normalmasse…
So eine scheiße….hätte ich nicht diese Schreibblockade gehabt, dann hätte mich mein Chef mit dieser blöden Story über übergewichtige Singlefrauen auch nicht beauftragt.
Echt.
Und das alles für diese blöde Flyersonderversteigerung und dieser Reportage von Weight Watchers…
Ich könnt kotzen…Ah wie das Wasser meinen Astralkörper hinunter perlt… Ein Traum…
Und jetzt muss ich auch noch zu MCs…
Naja, was tut man nicht alles für eine gute Story…
Also wieder rein in den Fettanzug…
Schei…

ENDE!

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